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Studien

Klinische Studien als Basis für neue, sichere und bessere Behandlungsmethoden


Warum Klinische Studien?

Leider steht noch nicht für jede Krankheit eine wirksame Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung. Aus diesem Grund müssen neue, sichere und bessere Behandlungsmethoden im Rahmen von Klinischen Studien gefunden werden. Dies gilt nicht nur für die Entwicklung hochwirksamer Arzneimittel, sondern auch für Operationsmethoden und Bestrahlungstechniken.
Bei der Durchführung von Klinischen Studien gilt es herauszufinden, ob eine bestimmte Behandlung sicher und wirksam ist. Dies kann zur Verbesserung einer bereits bekannten Therapie oder zum Einsatz neuer Medikamente oder Behandlungen als Alternativen führen.
In Klinischen Studien werden Therapien an einer größeren Anzahl von Patienten statistisch geplant, systematisch überprüft und sorgfältig ausgewertet. Nur so ist es möglich festzustellen, wie wirksam und verträglich Arzneimittel, Operationsmethoden oder Bestrahlungen wirklich sind.  
Im Rahmen dieser Studien müssen die Patienten immer die besten Behandlungsmöglichkeiten erhalten, die bekannt sind! Die Studiendurchführung erfolgt immer in Kliniken und von Ärzten, die besondere Erfahrungen haben und gut qualifiziert sind.
Um unseren Patienten die neuesten Therapien zukommen lassen zu können, beteiligen auch wir uns an Studien. Dies bedeutet für die Patienten, aktuelle und innovative Therapiekonzepte unter kontrollierten Bedingungen zu erhalten.

Studienkonzept und -kontrolle

Für jede klinische Studie muss ein sogenanntes „Studiendesign“ vorliegen. Dieser Plan legt von vornherein fest, welches Behandlungsziel die Studie verfolgt und welche Patienten in welchem Krankheitsstadium für wie lange in die Studie aufgenommen werden. Es legt auch fest, wann eine Studie abgebrochen werden muss und wann ein Studienteilnehmer die Studie verlassen sollte.         
Es gibt aber noch weitere Kontrollorgane: So existiert seit 1964 die Deklaration von Helsinki, in der der Weltärztebund festgelegt hat, dass Risiken und Nutzen einer Studienteilnahme gegeneinander abgewogen werden müssen.           
Zudem gibt es internationale Leitlinien zur „Good Clinical Practice“, die klare Anweisungen für die sachgerechte Durchführung klinischer Studien enthalten.
Daneben schützen gesetzlich verankerte Kontrollorgane, wie Ethikkommissionen, die Studienteilnehmer. Eine Therapiestudie erlaubt der Gesetzgeber nur dann, wenn eine Ethikkommission ihre Zustimmung erteilt.    
Das Prostatakrebszentrum Imland in Rendsburg nimmt nur an Studien teil, die alle Prüf- und Kontrollinstanzen durchlaufen haben und in denen Medikamente eingesetzt werden, die bereits in der Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt werden und deren Sicherheit überprüft ist.

Fragen vor einer Studienteilnahme

Ohne Einwilligung des Patienten bzw. seiner Angehörigen wird niemand in eine Studie aufgenommen. Ob die Teilnahme an einer Studie Nutzen bringt oder nicht, lässt sich nur für den Einzelfall entscheiden. Die fachlichen Hintergründe zu einer Studie, welche für Sie möglicherweise in Frage kommt, erläutern wir Ihnen gerne. Ohne umfassende Information und ein individuelles Gespräch mit Ihrer betreuenden Ärztin oder Arzt sollte niemand eine derartige Entscheidung treffen. Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, wenn ein Gesichtspunkt unklar oder eine Information nicht verständlich ist.

 

Aktuelle Studien zur Behandlung des Prostatakarzinoms

Fortgeschrittenes Prostatakarzinom

Studie URANIS

Dokumentation der Daten von chemotherapienaiven Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) ohne Viszeralmetastasen, die mit Radium 223 (Xofigo ®) entsprechend der Routinepraxis behandelt werden. 

Die hier teilweise in Fachsprache aufgeführten Studienbeschreibungen sind nicht allgemein verständlich, anders aber nicht in Kürze darstellbar. Sollten Sie für eine Studienteilnahme in Frage kommen, werden Sie von den betreuenden Ärzten selbstverständlich in verständlichen Worten aufgeklärt.

PCO-Studie

In der PCO-Studie (Prostata Cancer Outcomes) wird erstmalig die Lebensqualität von Patienten mit Prostatakarzinom mit einem weltweit einheitlichen Patientenfragebogen gemessen.

Das „Prostate Cancer Outcomes“-Projekt will dazu beitragen, die physische und psychische Gesundheit von Männern, die wegen eines lokalen Prostatakarzinoms behandelt werden, zu verbessern. In diesem Projekt sollen in Kliniken aus einer Vielzahl von Ländern systematisch klinische und patientenseitig berichtete Endpunkte (sog. „Patient Reported Outcomes) zum lokal begrenzten Prostatakarzinom gemessen und (anonym) verglichen werden.

Dabei nutzen alle teilnehmenden Kliniken prospektiv einen einheitlichen Datensatz, der zur Messung der patientenseitig berichteten Endpunkte den „EPIC-26“, einen international etablierten Fragebogen zur Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, beinhaltet. Darüber hinaus werden weitere Variablen gemessen, die diese Endpunkte beeinflussen können. Diese Variablen werden annähernd vollständig bereits im Rahmen der DKG-Zertifizierung von den Zentren berichtet. Neben dem Wissenstransfer zwischen den teilnehmenden Zentren geht es auch um die Verbreitung dieses Wissens über diesen Kreis hinaus.

Aktuell beteiligen sich neben deutschen Kliniken ausgesuchte (Spitzen-)Zentren aus Australien, den USA, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Finnland, den Niederlanden und weiteren Ländern an der Studie.

In dieser Studie wird das von den Patienten berichtete Behandlungsergebnis erstmalig in dieser Größenordnung international verglichen. Weitere Informationen unter www.pco-study.com.


Dr. med. Caroline Wedel
Studienbeauftragte

Tel 04331-200-3301
Fax 04331 200-3310
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Weitere Informationen

Prostatakrebszentrum

selbsthilfegruppe_prostata

SHG Prostata-Erkrankte Schleswig

Ärztlicher Notdienst

Aktuelle Informationen der gGmbH

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Tel. 04331 200-0